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Montag, 27. August 2007
SPIEGEL-Kantine | Einlass 18.30, Beginn 19.00 Uhr

Von Schreib-, Sprech- und Denkmaschinen

Zum Verhältnis von Mensch, Kultur und Technik

Prof. Dr. Thomas Hengartner, Institut für Volkskunde

Kultur ist technomorph. D.h. Mensch und Technik stehen sich nicht mehr gegenüber, sondern Technisches ist fester Bestandteil unseres Alltags und von Wissens-, Handlungs- und Orientierungssystemen.

Kulturwissenschaftliche Technikforschung widmet sich der Frage, wie (auf welchen Wegen und mit welchen Konsequenzen), aber auch, wie sehr sich Technik in Kultur, Gesellschaft und den Menschen eingeschrieben hat. Sie erfolgt unter zwei zentralen Perspektiven: sie geht einerseits von den technischen Objekten und dem direkten Umgang von Menschen mit sog. technischen Artefakten aus. Andererseits fragt kulturwissenschaftliche Technikforschung notwendigerweise immer auch nach dem "Sitz der Technik im Leben". Ziel dieses Vorgehens ist die Analyse des offenen oder verdeckten, bewussten oder meist unbemerkten Einflusses von Technischem auf die Art und Weise der Lebensgestaltung.

Veranstalter: Universität Hamburg
Kontakt: Dr. Andreas Stuhlmann, Koordination "Jahr der Geisteswissenschaften"
Tel. 040 / 42838-2331
E-Mail: andreas.stuhlmann@uni-hamburg.de

 

Über die Universität Hamburg

Universität HamburgDie Universität Hamburg ist mit fast 40 000 Studierenden die fünftgrößte Universität Deutschlands. Sie beschäftigt etwa 850 Professorinnen und Professoren in Lehre und Forschung, darüber hinaus etwa 1800 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie gut 7000 in Technik und Verwaltung (davon fast 6000 in der Fakultät für Medizin). Mit 150 verschiedenen Gebäuden verteilt sich die Universität über die ganze Stadt, hat ihren örtlichen Mittelpunkt aber im Campus Von-Melle-Park. Die Universität Hamburg bietet die Möglichkeit, aus mehr als 90 verschiedenen Studiengängen in sechs Fakultäten auszuwählen.

 

Über den Dozenten

Prof. Dr. Thomas Hengartner ist seit 1996 Professor für Volkskunde am Institut für Volkskunde der Universität Hamburg. Zu seinen Forschungsfeldern gehören Stadt und Urbanität, Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien im 19. und 20. Jahrhundert und die Kultur und Geschichte der Genussmittel. Er hat u. a. Ausstellungen zur "Gegenwart und Zukunft der Kommunikation" im Hamburger Museum für Kommunikation, zur "GENUSSmittelKULTUR" im Speicherstadtmuseum und den Christus-Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover konzipiert. Thomas Hengartner war 2002 Träger des "Leibniz-Preises" der deutschen Forschungsgemeinschaft und ist seit 2004 Mitglied im Hochschulrat der Universität Hamburg.