Druckversion
Montag, 23. April 2007
SPIEGEL-Kantine | Einlass 18.30, Beginn 19.00 Uhr
TideEine Aufzeichnung der Veranstaltung wird auf Radio TIDE 96.0 ausgestrahlt. Sendetermine: 07. Mai um 13 Uhr, 14. Mai um 13 Uhr, 15. Mai um 23 Uhr und 21. Mai um 23 Uhr. Radio TIDE 96. 0 ist in Hamburg zu empfangen auf UKW 96,0 MHz und im Kabel auf 95,45 MHz.

pdfDie im Rahmen der Veranstaltung gezeigte Präsentation ist zudem als pdf-Download (600 KB) verfügbar.

Faszinierend verführerisch

Medien in den Lebenswelten von Kindern

Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Claudia Lampert

Medien spielen in den Lebenswelten von Kindern eine wichtige Rolle. Die Medienumgebungen, in denen sie aufwachsen, sind aufgrund technischer Innovationen einem stetigen Wandel unterworfen: Digitalisierung, Kommerzialisierung und crossmediale Vermarktung sind einige Stichworte, die diesen Wandel charakterisieren. Aufgabe der Medienforschung ist es, diese Entwicklungen zu beobachten und kritisch-konstruktiv zu begleiten. So wird untersucht, wie Kinder in den sich wandelnden Medienumgebungen aufwachsen, wie sie sich die Medienangebote aneignen und welche möglichen negativen Folgen mit dem Medienumgang verbunden sind. Ein weiterer Forschungsgegenstand sind Fragen zur Qualität von Medienangeboten für Kinder sowie zu den Möglichkeiten der Förderung eines selbständigen Umgangs mit den Medien – Stichwort: Medienkompetenz. Die Vortragsveranstaltung zeigt am Beispiel zahlreicher aktueller Kinderangebote und anhand verschiedener Studien, wie die Medienforschung diesen Gegenstandsbereich bearbeitet und damit Aufschluss über die kommunikativen Grundlagen von Kultur und Gesellschaft gibt.

Veranstalter: Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Kontakt: Christiane Matzen
Tel. 040 / 450217-41
E-Mail: c.matzen@hans-bredow-institut.de

 

Über das Hans-Bredow-Institut

Hans-Bredow-InstitutDie Forschung des Hans-Bredow-Instituts gilt der medienvermittelten öffentlichen Kommunikation. Die verschiedenen Medien prägen heute mehr denn je den Alltag, die Politik, die Wirtschaft und die Kultur. Diese Einflüsse zu verstehen, Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln, ist Kernziel der Forschung des Instituts. Im Geflecht der unterschiedlichen Interessen im Medienbereich betont das Institut seine unabhängige Position. Es sieht seine Verantwortung darin, sich neuen Fragestellungen nach wissenschaftlichen Kriterien zu nähern und seine Grundannahmen und Methoden transparent zu machen. Das Hans-Bredow-Institut geht davon aus, dass die aktuellen Fragen der Medienentwicklung eine interdisziplinäre Perspektive erfordern. In seiner Forschung werden sozial- und rechtswissenschaftliche, ökonomische und pädagogische Ansätze kombiniert. Das Institut sucht zudem den steten Austausch und die konkrete Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren des Medienbereichs und pflegt vielfältige Kontakte mit Partnern in anderen Ländern, mit denen es international vergleichende Fragestellungen bearbeitet. Ziel ist immer auch der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis, die Politik und die Öffentlichkeit hinein. Der Wissenschaftsrat hat das hohe Niveau der Forschung hervorgehoben und das Institut zu den renommiertesten Fachinstituten Deutschlands gezählt.

Zur Homepage des Hans-Bredow-Instituts

 

Über die Dozenten

Prof. Dr. Uwe Hasebrink (geb. 1958) ist Direktor des Hans-Bredow-Instituts und Professor für Empirische Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Forschung am Institut liegen in den Bereichen Mediennutzung und Medieninhalte sowie Medienpolitik; in den letzten Jahren waren dies vor allem: Individuelle Nutzungsmuster von Fernsehzuschauern und Radiohörern, Konvergenz der Medien aus Nutzerperspektive, Folgen der Onlinemedien für die Nutzung der klassischen Medien, Nutzung und Rezeption von Talkshows und Real-Life-Formaten, europäische Medien und europäische Publika.

Dr. Claudia Lampert (geb. 1972) studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik und ist seit April 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hans-Bredow-Institut tätig. Ihre Themeninteressen und -schwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Mediensozialisation und medienbezogener Gesundheitskommunikation. Seit November 2003 ist sie Sprecherin der Fachgruppe Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Zudem ist sie Mitbegründerin und Koordinatorin des Netzwerks "Medien und Gesundheitskommunikation".